/* GRF 16.03.2017 */ /* */

Historie des Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquiums

Als Professor Herwart Opitz im Jahr 1948 zum ersten Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium (AWK) aufrief, war wohl noch niemandem bewusst, dass er damit den Grundstein zu einer der bedeutendsten Kongress-Veranstaltungen der Produktionstechnik legte. Opitz hatte das Ziel vor Augen, den Rückstand in der Forschung, der durch die Kriegsjahre gegenüber den Amerikanern entstanden war, aufzuholen und abgebrochene Kontakte zu den Unternehmen der produzierenden Industrie neu zu knüpfen.

Vielen Widerständen zum Trotz war bereits das erste AWK mit rund 250 Teilnehmern ein großer Erfolg. Die Teilnehmerzahlen der Folgeveranstaltungen stiegen rapide – von 900 im Jahr 1953 auf 2018 im Jahr 1971. Heute blicken die Organisatoren auf mehr als 60 Jahre AWK zurück und damit auf über 60 Jahre richtungweisender Impulse für die Produktionstechnik.

Bereits 1971 bemerkte Professor Herwart Opitz in seiner Eröffnungsrede: »Der Name Werkzeugmaschinen-Kolloquium trifft eigentlich heute nicht mehr so zu wie in früheren Zeiten. Die Integration der Produktionstechnik ist auf dem Vormarsch, und so haben wir uns mit den Fragen des wirtschaftlichen Planens, Konstruierens und Fertigens auseinanderzusetzen. Die Werkzeugmaschine ist ein Glied dieser Integrationskette, deren besondere Bedeutung nach wie vor herausgestellt werden soll.« Was er bereits vor fast 40 Jahren erkannt hatte, ist auch heute noch in vollem Umfang gültig.

So ist es heute die ganzheitliche, integrierte Produktionstechnik für Hochlohnländer, die in den Mittelpunkt des Fokus gerückt ist. Sie soll Impulse geben und Wege aufzeigen, wie die Produktion in Hochlohnländern gegenüber der Produktion in den aufstrebenden, kostengünstigern asiatischen Ländern langfristig konkurrieren kann.